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21.06.2026
Differenzierungen der Arten von Arbeit¶
Differenzkriterien mit jeweiligen Arten von Arbeiten:
- Wertart:
- konkrete nützliche Arbeit: Schaffung von sich in ihrer Qualität (Beschaffenheit) unterscheidenden Gebrauchswerten
- abstrakt menschliche Arbeit: Schaffung von sich in ihrer Quantität (Wertgröße) unterscheidenden Tauschwerten
- dynamischer Prozess vs. statisches Resultat:
- lebendige Arbeit: wertgenerierender dynamischer Prozess menschlicher Tätigkeit/Arbeitskraft
- vergegenständlichte, tote, vergangene Arbeit: statisch-resultative ›Vergegenständlichkeit‹ von lebendiger Arbeit (vergangen); ohne Potential zur Verausgabung lebendiger Arbeit (tot)
- Zweckbestimmung:
- unproduktive Arbeit: Schaffung von Produkten als Ware ohne Mehrwert oder von Produkten für den Eigenbedarf
- produktive Arbeit: Schaffung von Produkten als Ware mit Mehrwert
- Sozialperspektive:
- privat verausgabte Arbeit: ohne Rücksprache und Koordination mit anderen Produzenten (also unabhängig) verausgabte Arbeit
- gesellschaftliche Gesamtarbeit: gesamtgesellschaftliche Subsumtion der unterschiedlichen Privatarbeiten bei verallgemeinerter Warenproduktion unter der Voraussetzung, dass die Produkte der Privatarbeiten auch tatsächlich auf dem Markt getauscht werden
- Produktionszeit:
- individuelle Arbeitszeit: die von einem individuellen Produzenten (von der Einzelperson bis zum Einzelbetrieb) zur Produktion eines bestimmten Produktes benötigte Arbeitszeit
- gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit: die zur Produktion eines bestimmten Gebrauchswerts unter normalen (gesellschaftlich durchschnittlichen) Produktionsbedingungen und mit regulärem (gesellschaftlich durchschnittlichem) ›Aufwand‹ notwendige Arbeitszeit für eine bestehende Nachfrage
- Zusammensetzung bzw. Komplexitätsgrad:
- einfache (Durchschnitts-)Arbeit: Arbeit, die im Grunde jeder Mensch ohne besondere Qualifikation ausüben kann
- komplizierte (Durchschnitts-)Arbeit: komplexere Arbeit, die sich aus quantitativ mehr einfache Arbeit zusammensetzt bzw. deren höhere qualitative Komplexität sich auf quantitativ mehr einfache Arbeit zurückführen lässt