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Seiten-Version: 0.6.0 21.06.2026

Zusammensetzung des Kapitals

Zusammensetzung des Kapitals \(Z\)

Zusammensetzung des Kapitals \(Z\) = Verhältnis von konstantem Kapital \(c\) zu variablem Kapital \(v\) $$ Z = \frac{c}{v} $$

Die Zusammensetzung des Kapitals kann unter verschiedenen Bezugspunkten analysiert werden:

  • Wertzusammensetzung \(Z_W\) (Bezugspunkt: Wert)
  • technische Zusammensetzung \(Z_T\) (Bezugspunkt: Stoff/Masse/Menge)
  • organische Zusammensetzung \(Z_O\) = »Werthzusammensetzung des Kapitals, insofern sie durch seine technische Zusammensetzung bestimmt wird und deren Aenderungen wiederspiegelt« (MEGA II.10, 549 / MEW 23, 640)

1. technische Zusammensetzung \(Z_T\)

Verschiedenartigkeit der technischen Zusammensetzung

»Dies Verhältniß ist sehr verschieden in verschiednen Produktionssphären, oft zwischen den verschiednen Zweigen einer und derselben Industrie, obgleich es zufällig wieder in sehr weit auseinanderliegenden Industriezweigen ganz oder annähernd dasselbe sein kann.« (MEGA II.15, 147)

»…« (MEW 25, 154)

2. organische Zusammensetzung \(Z_O\)

organische Zusammensetzung

»Zwischen beiden besteht enge Wechselbeziehung. Um diese auszudrücken, nenne ich die Werthzusammensetzung des Kapitals, insofern sie durch seine technische Zusammensetzung bestimmt wird und deren Aenderungen wiederspiegelt: die organische Zusammensetzung des Kapitals. Wo von der Zusammensetzung des Kapitals kurzweg die Rede, ist stets seine organische Zusammensetzung zu verstehn. « (MEGA II.10, 549)

»…« (MEW 23, 640)

Somit ändert sich die organische Zusammensetzung des Kapitals nur dann, wenn sich Wertveränderungen aufgrund der Änderung der technischen Bedingungen der Produktion ergeben, wenn also z.B. teurere Produktionsmittel (z.B. Maschine) in der Produktion zum Einsatz kommen, nicht aber, wenn sich einfach nur der Wert der eingesetzten Produktionsmittel ändert (z.B. beim Variieren von Einkaufspreisen). Die technische Zusammensetzung bildet somit »eigentliche Grundlage seiner organischen Zusammensetzung« (MEGA II.15, 147 / MEW 25, 154).

3. Zwei gegenläufige Effekte

Literatur
  • Heinrich 2005, 123–125.
  • für den Fall \(Z_W = const.\) ist \(C ∼ v\), d.h. zur Erhöhung des Kapitals (Steigerung der Akkumulation) wird direkt proportional mehr Arbeitskraft benötigt.
  • I.d.R. geht aber mit dem fortschreitenden Akkumulationsprozess eine sukzessive Erhöhung der Wertzusammensetzung einher, und zwar durch Steigerung der Produktivkraft, was die erforderliche Menge an Arbeitskraft wieder reduziert.

Über die tatsächliche Erhöhung/Verringerung der Menge an Arbeitskraft entscheidet, welcher der beiden Effekte größer ist.